Verkehrsemissionen

Auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Autobahn bauen wir die Infrastruktur für E-Mobilität kontinuierlich aus. Bis Ende 2019 waren bereits 27 Raststationen mit ultraschnellen Ladestationen für Elektro-Autos ausgestattet. Auch die ab 2020 geltenden neuen LKW- und Busmauttarife zur Förderung von emissionsarmer Mobilität, schaffen Anreize in neue, moderne und saubere Mobilität zu investieren.

THG-Emissionen auf Autobahnen und Schnellstraßen

Förderung emissionsarmer Mobilität

Mit 1. Jänner 2020 werden neue LKW- und Busmauttarife sowie Tarife für schwere Wohnmobile eingeführt, um emissionsarme Mobilität zu fördern. Fahrzeuge über 3,5 t höchstzulässigem Gesamtgewicht (hzG) mit Elektro- bzw. Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb (E/H2) werden in einer neuen Tarifgruppe (E/H2) berücksichtigt und die Mauttarife deutlich gesenkt. Dadurch werden Anreize geschaffen, Investitionen in eine neue, moderne und saubere Mobilität zu fördern. Fahrzeuge der EURO-Emissionsklasse VI erhalten weiterhin einen Tarifbonus. Die externen Kosten für Luftverschmutzung werden aber auch den EURO-VI-Fahrzeugen ab 2020 vollumfänglich angelastet.

Ausbau von Ladestationen

Auch auf unseren Autobahnen und Schnellstraßen bauen wir die Infrastruktur für E-Mobilität kontinuierlich aus. Als wichtigen Schritt zur CO2-neutralen Autobahn errichteten wir 12 weitere ultraschnelle Ladestationen und ermöglichen damit elektrisches Langstreckenfahren. Mit Ende 2019 waren 27 Raststationen mit Ladestationen für Elektro-Autos ausgestattet. 2020 kommen weitere vier Standorte (A13 Europabrücke, A8 Voralpenkreuz, A2 Wörthersee und A8 Aistersheim) hinzu. Damit ist bereits eine gute Abdeckung unseres Straßennetzes gegeben: Die durchschnittliche Entfernung zwischen den Ladestationen beträgt 100 km, was auch Langstreckenfahrten innerhalb unseres Netzes ermöglicht.

E-Ladestationen auf dem österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßennetz

E-Ladestationen

Die Leistung der Ladestationen beträgt bis zu 350 kW. Damit wird ein ultraschnelles Laden in rund 15 Minuten ermöglicht. Die Ladestationen sind mit allen gängigen Steckertypen ausgestattet und an eine offene E-Roaming-Plattform angebunden. Damit erhalten alle nationalen und auch internationalen Kunden einen einfachen Zugang zu den Ladestationen. So machen wir elektrisches Langstreckenfahren einfach und komfortabel.

Weitere Park & Drive-Anlagen

Zur weiteren Unterstützung von Fahrgemeinschaften und der Erhöhung des Besetzungsgrades der PKW auf unserem Netz errichteten wir 2019 zwei zusätzliche Park & Drive-Anlagen bei den Anschlussstellen A1 Oed (35 Stellplätze) und A4 Fischamend (94 Stellplätze). Damit erhöhte sich die Zahl unserer Park & Drive-Stellplätze mit Ende 2019 auf 1.474. Weitere 1.500 Plätze wurden bisher von anderen Körperschaften errichtet, sodass derzeit entlang unserer Autobahnen und Schnellstraßen 2.974 Plätze zur Verfügung stehen. Für 2020 sind bereits folgende Erweiterungen bestehender Anlagen bzw. neue P&D-Anlagen geplant: A1 Bergland-Wieselburg (Erweiterung 38 Stellplätze), S4 Wiener Neustadt Ost (57 Stellplätze), A4 Bruck/Leitha (60 Stellplätze), S5 Tulln (75 Stellplätze), A2 Gleisdorf Süd (135 Stellplätze) und S36 Knittelfeld (40 Stellplätze).

Schlüssel-Kennzahlen (KPI)
Direkte THG-Emissionen durch Autoverkehr auf Autobahnen und Schnellstraßen (in 1000 t) (2017) 7.214

Ziele für 2020

  • Errichtung weiterer E-Ladestationen auf Raststationen.
  • Erweiterung der bestehenden Park & Drive-Anlagen und bedarfsgerechte Planung weiterer Anlagen

Betroffene Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG):

SDG 7

Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern

SDG 8

Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

SDG 9

Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

SDG 12

Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

SDG 13

Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

GRI Disclosures:
102-12
Externe Initiativen
103-01
Angaben zum Managementansatz
103-02
Angaben zum Managementansatz
103-03
Angaben zum Managementansatz
203-01
Infrastrukturinvestitionen und geförderte Dienstleistungen
305-03
Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
305-04
Intensität der THG-Emissionen
305-05
Senkung der THG-Emissionen
413-02
Geschäftstätigkeiten mit erheblichen tatsächlichen oder potenziellen negativen Auswirkungen...


SDG Targets:
7.2
Bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix deutlich erhöhen
7.3
Bis 2030 die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz verdoppeln
7.a
Bis 2030 die internationale Zusammenarbeit verstärken, um den Zugang zur Forschung und Technologie im Bereich saubere Energie, namentlich erneuerbare Energie, Energieeffizienz sowie fortschrittliche und saubere Technologien für fossile Brennstoffe, zu erleichtern, und Investitionen in die Energieinfrastruktur und saubere Energietechnologien fördern
8.4
Bis 2030 die weltweite Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion Schritt für Schritt verbessern und die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung anstreben, im Einklang mit dem Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, wobei die entwickelten Länder die Führung übernehmen
9.4
Bis 2030 die Infrastruktur modernisieren und die Industrien nachrüsten, um sie nachhaltig zu machen, mit effizienterem Ressourceneinsatz und unter vermehrter Nutzung sauberer und umweltverträglicher Technologien und Industrieprozesse, wobei alle Länder Maßnahmen entsprechend ihren jeweiligen Kapazitäten ergreifen
12.2
Bis 2030 die nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen erreichen
13.1
Die Widerstandskraft und die Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen in allen Ländern stärken
13.2
Klimaschutzmaßnahmen in die nationalen Politiken, Strategien und Planungen einbeziehen

Energie und Emissionen im BetriebArtenvielfalt