Verkehrsemissionen

Auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Autobahn bauen wir die Infrastruktur für E-Mobilität kontinuierlich aus. Bis Ende 2020 waren bereits 30 Raststationen mit ultraschnellen Ladestationen für Elektro-Autos ausgestattet. Die seit 2020 geltenden neuen LKW- und Busmauttarife zur Förderung von emissionsarmer Mobilität, schaffen Anreize in neue, moderne und saubere Mobilität zu investieren.

Laut der vom Umweltbundesamt errechneten Kennzahlen stiegen die Treibhausgas-Emissionen des Individualverkehrs auf den Autobahnen und Schnellstraßen im Jahr 2018 – das sind die aktuellsten verfügbaren Zahlen – wie erwartet weiter an, und zwar um 5,6% auf rund 7,6 Mio. t. Dieser Anstieg ist deutlich höher als im Jahr 2017 zuvor. Der Anstieg im Jahr 2018 ist durch eine weitere Erhöhung der Fahrleistung in allen Fahrzeugklassen auf unseren Straßen sowie dem Trend zu größeren, schwereren und stärker motorisierten Fahrzeugen in der Klasse KFZ < 3,5 t zu begründen. Die Gegensteuerung durch Mauttarife und Vernetzung mit Öffentlichen Verkehr konnte nicht ausreichend kompensierend wirken. 2015 konnte mit der CO2-abhängigen LKW-Maut eine kurzfristige Reduktion des THG-Ausstoßes von KFZ über 3,5 t erreicht werden. Bereits 2016 war jedoch wieder ein Anstieg zu verzeichnen.

Förderung emissionsarmer Mobilität

Seit 2020 gelten neue LKW- und Busmauttarife sowie Tarife für schwere Wohnmobile, um emissionsarme Mobilität zu fördern. Fahrzeuge über 3,5 t höchstzulässigem Gesamtgewicht (hzG) mit Elektro- bzw. Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb (E/H2) werden in einer neuen Tarifgruppe (E/H2) berücksichtigt und die Mauttarife deutlich gesenkt. Dadurch werden Anreize geschaffen, Investitionen in eine neue, moderne und saubere Mobilität zu fördern. Fahrzeuge der EURO-Emissionsklasse VI erhalten weiterhin einen Tarifbonus. Die externen Kosten für Luftverschmutzung werden aber auch den EURO-VI-Fahrzeugen seit 2020 vollumfänglich angelastet.

Ausbau von Ladestationen

Auch auf unseren Autobahnen und Schnellstraßen wird die Infrastruktur für E-Mobilität kontinuierlich ausgebaut. Als wichtigen Schritt zur CO2-neutralen Autobahn wurden 3 weitere ultraschnelle Ladestationen errichtet und ermöglichen damit elektrisches Langstreckenfahren. Mit Ende 2020 waren somit 30 Raststationen mit Ladestationen für Elektro-Autos ausgestattet. Für 2021 ist vorgesehen, weitere 4 Raststationen (A1 Strengberg, A2 Föhrenberg, A2 Wörthersee und A10 Eben Nord) auszurüsten. Damit ist bereits eine gute Abdeckung unseres Straßennetzes gegeben: Die durchschnittliche Entfernung zwischen den Ladestationen beträgt 65 km, was auch Langstreckenfahrten innerhalb unseres Netzes ermöglicht.

Die Leistung der Ladestationen beträgt bis zu 350 kW. Damit wird ein ultraschnelles Laden in rund 15 Minuten ermöglicht. Die Ladestationen sind mit allen gängigen Steckertypen ausgestattet und an eine offene E-Roaming-Plattform angebunden. Damit erhalten alle nationalen und auch internationalen Kunden einen einfachen Zugang zu den Ladestationen. So machen wir elektrisches Langstreckenfahren einfach und komfortabel.

Weitere Park & Drive-Anlagen

Zur weiteren Unterstützung von Fahrgemeinschaften und der Erhöhung des Besetzungsgrades der PKW auf unserem Netz errichteten wir 2020 zusätzliche Park & Drive-Anlagen bei den Anschlussstellen A1 Ybbs/Bergland (39 Stellplätze), S4 Wr. Neustadt Ost (56 Stellplätze), A4 Bruck West (60 Stellplätze), S5 Tulln (74 Stellplätze), S3 Hollabrunn Mitte (13 Stellplätze) und S3 Guntersdorf (10 Stellplätze). Damit erhöhte sich die Zahl unserer Park & Drive-Stellplätze mit Ende 2020 auf 1.726. Weitere 1.500 Plätze wurden bisher von anderen Körperschaften errichtet, sodass derzeit entlang unserer Autobahnen und Schnellstraßen 3.226 Plätze zur Verfügung stehen. Für 2021 sind bereits folgende neue P&D-Anlagen geplant: S33 St.Pölten (37 Stellplätze), A2 Gleisdorf Süd/Hofstätten (146 Stellplätze), S3 Hollabrunn Nord (15 Stellplätze), S3 Wullersdorf (15 Stellplätze) und S36 Knittelfeld (40 Stellplätze).

Unsere Ziele und Maßnahmen

Unser Beitrag zu den SDGs und Zielen

Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

Ziel:

8.4: Bis 2030 die weltweite Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion Schritt für Schritt verbessern und die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung anstreben, im Einklang mit dem Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, wobei die entwickelten Länder die Führung übernehmen

Unser Beitrag:

Mit dem weiteren Ausbau der E-Ladestationen entlang unseres Netzwerks stellen wir unseren Kundinnen und Kunden die Infrastruktur für E-Mobilität zur Verfügung.

Um den Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu erleichtern, bauen wir die Stellplätze in Park + Drive Anlagen kontinuierlich aus. Diese fördern zugleich auch die Bildung von Fahrgemeinschaften.

Zudem schaffen wir mit unseren Mauttarifsystemen Anreize in alternative, saubere Mobilität zu investieren.

Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

Ziel:

9.4: Bis 2030 die Infrastruktur modernisieren und die Industrien nachrüsten, um sie nachhaltig zu machen, mit effizienterem Ressourceneinsatz und unter vermehrter Nutzung sauberer und umweltverträglicher Technologien und Industrieprozesse, wobei alle Länder Maßnahmen entsprechend ihren jeweiligen Kapazitäten erfreigen

Unser Beitrag:

Mit Ende 2020 waren bereits 30 Raststationen mit Ladestationen für Elektro-Autos am ASFINAG Netz ausgestattet. Die Leistung der Ladestationen beträgt bis zu 350 kW. Damit wird ein ultraschnelles Laden in rund 15 Minuten ermöglicht.

Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten

Ziel:

11.2: Bis 2030 den Zugang zu sicheren, bezahlbaren, zugänglichen und nachhaltigen Verkehrssystemen für alle ermöglichen und die Sicherheit im Straßenverkehr verbessern, insbesondere durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, mit besonderem Augenmerk auf die Bedürfnisse von Menschen in prekären Situationen, Frauen, Kindern, Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen

Unser Beitrag:

Die ASFINAG fördert nachhaltige Mobilität insbesondere durch den Ausbau von E-Ladestationen auf dem Netz. Zur Förderung der Bildung von Fahrgemeinschaften werden kontinuierlich Park & Drive Anlagen errichtet. Im Zuge von Großbaustellen werden Möglichkeiten geprüft, um den Verkehr von der Straße auf den ÖV  zu verlagern, unter anderem um Staus zu vermeiden.

Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Ziel:

13.1: Die Widerstandskraft und die Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen in allen Ländern stärken

13.2: Klimaschutzmaßnahmen in die nationalen Politiken, Strategien und Planungen einbeziehen

Unser Beitrag:

Im Sinne der Stärkung der Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit der ASFINAG wurde 2020 der Prozess zur Integration von Klimarisiken gestartet.

Naturkatastrophen und extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen, Muren, Lawinen oder Felsstürze können Schäden am ASFINAG Netz verursachen. Seit 2015 beschäftigen wir uns daher intensiv mit den Folgen, u.a. durch gezielte Kooperationen mit der ÖBB oder Joanneum Research. In den letzten Jahren wurden Gefahrenstellen begutachtet und zahlreiche Präventionsmaßnahmen eingeleitet bzw. bereits umgesetzt. Weiters vernetzen wir uns auch international zum Schutz vor Naturgefahren in der Conference of European Directors of Roads (CEDR) sowie der World Road Association (PIARC).

GRI Disclosures:
102-12
Externe Initiativen
103-01
Angaben zum Managementansatz
103-02
Angaben zum Managementansatz
103-03
Angaben zum Managementansatz
203-01
Infrastrukturinvestitionen und geförderte Dienstleistungen
305-03
Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)
305-04
Intensität der THG-Emissionen
305-05
Senkung der THG-Emissionen
413-02
Geschäftstätigkeiten mit erheblichen tatsächlichen oder potenziellen negativen Auswirkungen…


SDG Targets:
7.2
Bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix deutlich erhöhen
7.3
Bis 2030 die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz verdoppeln
7.a
Bis 2030 die internationale Zusammenarbeit verstärken, um den Zugang zur Forschung und Technologie im Bereich saubere Energie, namentlich erneuerbare Energie, Energieeffizienz sowie fortschrittliche und saubere Technologien für fossile Brennstoffe, zu erleichtern, und Investitionen in die Energieinfrastruktur und saubere Energietechnologien fördern
8.4
Bis 2030 die weltweite Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion Schritt für Schritt verbessern und die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung anstreben, im Einklang mit dem Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, wobei die entwickelten Länder die Führung übernehmen
9.4
Bis 2030 die Infrastruktur modernisieren und die Industrien nachrüsten, um sie nachhaltig zu machen, mit effizienterem Ressourceneinsatz und unter vermehrter Nutzung sauberer und umweltverträglicher Technologien und Industrieprozesse, wobei alle Länder Maßnahmen entsprechend ihren jeweiligen Kapazitäten ergreifen
12.2
Bis 2030 die nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen erreichen
13.1
Die Widerstandskraft und die Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen in allen Ländern stärken
13.2
Klimaschutzmaßnahmen in die nationalen Politiken, Strategien und Planungen einbeziehen

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